Kirche - Verchen

Verchen
am Kummerower See
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kirche

Kirche
Neue Fenster in der Verchener Kirche
und die Wolkwitzer Madonna kehrt zurück
Der Haupteingang der Verchener Kirche ist durch zwei neue Fenster von Thomas Kuzio aus Neu Sommersdorf neu gestaltet worden. Sie geben dem kleinen Raum ein ganz neues Gesicht.
Hinter einer Glasvitrine soll dann die Wolkwitzer Madonna ihren Platz finden. Schauen Sie doch einfach mal in unserer Kirche vorbei!

Die Einweihung der Fenster und die „Begrüßung der Madonna“ feiern wir im Gottesdienst am 07.05. um 14:00 in der Kirche Verchen.
Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen! Sie sind herzlich eingeladen!
Fotos: D. Brick, C. Büttner


                                                Liebe Gäste

Lassen sie sich von der Strophe eines Jugendliedes in eine unserer Kirchen einladen:
„Komm
herein und nimm dir Zeit für dich. Komm herein, vielleicht erkennst du dich.
Komm herein,
tu deine Sinne, deine Seele auf, denn dein Leben ist so reich, achte darauf."
Die freie Zeit bietet ihnen die Chance zur Ruhe zu kommen und in der Hektik des Alltags inne zu halten.
Die Kirchen unserer Region bieten neben sakralen und architektonischen Schönheiten eben diesen Raum der Stille und Besinnung.
Ich lade sie herzlich ein und vielleicht begegnen wir uns! Ich wünsche ihnen einen gesegneten Urlaub!
Pastor D. Brick, Verchen

Eingebettet im Landschaftsschutzgebiet „Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See" liegt die Gemeinde Verchen mit seiner Klosterkirche. Die im Jahre 1269 erbaute Klosterkirche St. Marien ist ein frühgotischer Saalbau.
Die Benediktinerinnen wirkten hier segensreich nach der Regel ihres Ordensgründers Benedikt: „Ora et labora", d.h. „Bete und arbeite". Im Mittelalter entstand der Turm des Gotteshauses und der Chorraum mit seinen Fenstern.
Drei der wunderschönen kostbaren Fenster mit Glasmalereien konnten durch die Zeit gerettet werden.
Sie gehörten mit zu den ältesten Glasmalereien in Mecklenburg-Vorpommern.
Um 1420 wurde der Altar geschaffen, dessen Mittelschrein erhalten geblieben ist. Er zeigt die Verkündigung des Engels an Maria, dazwischen der sog. Gnadenstuhl.


Die Predella (Altaraufsatz) gehört zu den besterhaltenen Altaraufsätzen in Mecklenburg-Vorpommern, (um 1500) und zeigt uns das Schweißtuch der Veronika, von zwei schwebenden Engeln gehalten, sowie die Apostel Petrus und Paulus. In der Kirche befinden sich Schnitzfiguren aus dem Mittelalter: Maria aus der Triumphkreuzgruppe und Johannes. Das Triumphkreuz befindet sich seit 1994 unter dem Chorgewölbe.
Als die Reformation (1534) hier Einzug hielt, und das Land evangelisch wurde, konnten die Benediktinerinnen hier bleiben. Zwischen 1560 und 1575 vernichtete ein Großbrand die meisten Gebäude des Klosters. Im Turm der Kirche hängen drei Glocken, die „Stimmen der Jahrhunderte".
Ein wertvoller Schnitzaltar mit Figuren aus dem 16. Jahrhundert befindet sich ebenfalls im Turm. Die Grünberg-Orgel aus Stettin stammt aus dem Jahre 1881. Im Chorraum wurden 1969 mittelalterliche Fresken freigelegt; sie zeigen vier Männerköpfe, die in Bedrängnis sind. Doch noch viele weitere Schätze hat die alte Klosterkirche, deren Besuch sich lohnt.

Kleinod in der Klosterkirche
Seltene Anna-Selbviert-Darstellung im Verchener Gotteshaus

Zu den wertvollen Kunstwerken dieses Gotteshauses gehört auch ein kleiner Kastenaltar aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts, der in einer Nische im Turm hängt. Über die Darstellungen rätselten wir.
Frau Utpatel-Hartwig vom Evangelischen Frauenwerk Mecklenburg-Vorpommern fand einige Informationen, die uns halfen.
In der Mitte des Kastenaltars befinden sich eine seltene Anna-Selbviert-Darstellung: Jesus. Maria, Anna und Emmerentiana. die Urgroßmutter Jesu. Im “Lexikon der christlichen lkonographie" ist das recht eindeutig belegt.
Rechts davon sehen wir Katharina von Alexandrieen. Leider sind die Attribute Schwert und Rad abhanden gekommer. Aber noch eine Figur erkennt man zu ihren Füßen, den besiegten Kaiser Maxentius. Links sehen wir Bischoff Martin. Er hält ein Kleidungsstück in der Hand. Der Kastenaltar ist ein sehr interessantes Kleinod in der Klosterkirche Verchen. Ein Besuch lohnt sich.
Hans-Georg Tappert Verchen
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü